Die SinN-Stiftung – Seelsorge in Nürnberg

In der SinN-Stiftung des evang.-luth. Dekanats Nürnberg bieten Haupt- und Ehrenamtliche mit und ohne Migrationshintergrund Beratungen sowie seelsorgerliche Begleitung für Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion an. Seit der Gründung im Jahr 2005 ist ein Netzwerk aus Projekten entstanden, in dem Russlanddeutsche und andere russischsprachige Menschen in Form von Selbsthilfe - aber auch für Außenstehende - Unterstützung anbieten. Das Projektnetzwerk besteht im Moment einerseits aus Stadtteilmüttern und Brückenmännern, die in der Geflüchtetenhilfe arbeiten. Sie finden das Projekt links unter „Beratung“. Weiterhin gibt es die Projekte „Lernträume“ und „Kinderworkshops“, die Sie unter dem Stichwort „Bildung“ auf dieser Seite finden. Und schließlich gibt es Bibelgruppen und Gottesdienste unter dem Stichwort „Gelebter Glaube“. Außerdem wird bei uns Tischtennis gespielt, es werden Gespräche über Gesundheitsthemen geführt und Chorgesang geübt. 

 

Hurra! Unsere Einkaufsheld:innen erhielten den Ehrenamtspreis der Evang.-Luth. Kirche in Bayern 2021

Manchmal geschehen auch mitten in der Corona-Pandemie richtig gute Sachen. Die Einkaufsheld:innen der SinN-Stiftung z.B. sind so ein Lichtblick. Seit Beginn der Pandemie erledigten sie Einkäufe und Besorgungen für Menschen, die aufgrund ihres Alters oder einer Krankheit zu den besonders gefährdeten in der Corona-Pandemie gehören.

Und jetzt wurde aus dem Lichtblick ein Scheinwerferlicht, denn die Einkaufsheld:innen konnten die Jury des Ehrenamtspreises der Evang.-Luth. Kirche davon überzeugen, dass sie für ihre Hilfsbereitschaft und ihren Einsatz den Ehrenamts-Preis 2021 verdient haben.

Wir freuen uns natürlich sehr!

 

"Mein Glaube, Dein Glaube, kein Glaube - unser Land". Mit diesem Thema war der Bürgerpreis des bayerischen Landtags ausgeschrieben, den wir 2017 erhielten. mehr

 

Gedenkjahr 2021:

Leben mit Rissen und Brüchen. 80 Jahre Deportation Russlanddeutscher. Gedenken an Vertreibung und Verlust von Heimat.

Am 14. November 2021, veranstaltete die SinN-Stiftung gemeinsam mit der Freien Mennonitischen Gemeinde Nürnberg, dem Amt für Gemeindedienst und der Aussiedlerseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern einen Tag des Gedenkens an die Opfer der Deportationen, die durch den Stalinerlass im August 1941 ausgelöst worden waren.

"Für die russlanddeutsche Geschichte wurden niemals Denkmale gebaut. Wir haben keine Erinnerungsorte!" sagte Kornelius Ens, Leiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, am Vormittag des 14. November im Haus Eckstein des Dekanats Nürnberg. 1941 sei festgefroren worden, was bereits in der Mitte des 19. Jh. begonnen hatte: Die Deutschen sollten aus dem Leben und der Geschichte der Sowjetunion verschwinden. Die Strategie war erfolgreich, denn bis heute ist die Geschichte der Russlanddeutschen weder in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion noch in Deutschland allgemein präsent. Die Russlanddeutschen finden ihre Geschichte nirgends, sondern stoßen statt dessen immer wieder auf großes Unverständnis. Dabei ist die Geschichte der Russlanddeutschen ein selbstverständlicher Teil der deutschen Geschichte, sagt Kornelius Ens. Ihre Auswanderung vor Hunderten von Jahren ist genauso mit der deutschen Geschichte verknüpft wie die Deportation vor 80 Jahren eine Folge des deutschen Faschismus und dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion  ist. Aus der russlanddeutschen Geschichtslosigkeit heraus führt ein Weg: Der Weg des Erzählens. So appellierte Kornelius Ens an seine Zuhörer:innen, die eigene Geschichte zu erzählen. Sein zweiter Appell galt den deutschen Kultusministerien: Nehmen Sie die Geschichte der Russlanddeutschen in die Schul-Lehrbücher auf!

Am Nachmittagdes 14. November fand ein festlicher Gedenkgotesdienst in der Sebalduskirche in Nürnberg statt, der hier angeschaut werden kann:

 

Vorankündigung:

Zwei Erinnerungs-Exkursionen ins Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold bietet die Aussiedlerseelsorge der Evang.-Luth. Landeskirche 2022 an: Am 21./22. Mai 2022 und am 01./02. Oktober 2022.

Das genaue Programm und eine Ausschreibung folgen in Kürze. Anmeldungen sind bei Dr. Sabine Arnold möglich. Tel: 0171-8141928.

 

Die Meinung von Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion ist gefragt

Die Evangelische Hochschule in Nürnberg interessiert sich für Menschen mit russlanddeutschen Wurzeln, die in der Evangelischen Kirche in einem Ehrenamt arbeiten. Den Auftrag dazu gab die Kirchenleitung in München über das Amt für Gemeindedienst. Das Ziel ist, Ehrenämter für Russlanddeutsche attraktiver zu machen.

Da auch die SinN-Stiftung an der Umfrage beteiligt ist, habe eine Bitte an Sie: Kennen Sie russlanddeutsche Ehrenamtliche in Kirchenvorständen oder anderen kirchlichen Ehrenämtern, oder sind Sie vielleicht selbst jemand mit diesem familiären Hintergrund? Wir suchen Russlanddeutsche, die bereit sind, im Herbst an einer Online-Befragung über ihr kirchliches Ehrenamt, ihre Erfahrungen mit der Kirche und ihre Erwartungen an die Kirche teilzunehmen.

Wenn Sie jetzt „Ja“ sagen, oder „Ja, da ist doch bei uns in der Nachbargemeinde der Waldemar oder der Dima, die Ella oder die Nina…“ Wenn das so ist, wären Sie dann bitte so freundlich, uns unter dem hier angegebenen Link Ihre Kontaktdaten zu hinterlassen, damit wir im Herbst auf Sie zukommen können.

Bitte klicken Sie HIER.

Ganz herzlichen Dank! Sie sind uns eine große Hilfe bei unserem Bemühen, unsere Kirche zukunftsfähig zu machen.

Dr. Sabine Arnold (Projektleiterin der SinN-Stiftung und Referentin des AfG für Vielfalt in der Gemeindeentwicklung/Interkulturalität)

 

Einkaufshelden - weiterhin einsatzbereit

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Jugendliche Ehrenamtliche, die in normalen Zeiten bei der Kinderbetreuung unserer Kinder-Theaterworkshops helfen, bieten einen Einkaufsdienst für ältere und kranke Menschen in Nürnberg an. Alle Jugendlichen sprechen Deutsch und Russisch.

Gehören Sie zu einer Covid-Risikogruppe und möchten sich gerne schützen? Oder kennen Sie einen schutzbedürftigen Menschen in Nürnberg? Schreiben Sie uns eine email, wir organisieren eine kostenlose Einkaufshilfe für Sie: arnold@evangelische-sinnstiftung.de

Osterworkshop 2021 - total digital: Und wer umarmt mich?

Titelbild

Wir konnten uns nicht im Workshop treffen - leider. Aber wir haben zusammen einen kleinen Film gestaltet. Schaut mal her: mehr




Ansprechpartner

Diakon Jochen Reger

Geschäftsführer der SinN-Stiftung

Jochen Reger, Geschäftsführer der Gesamtkirchengemeinde, von 1982-1984 Friedensdienst mit Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste in Israel. Danach Gemeinde- und Jugendarbeit in Neu-Ulm. 1990 erfolgte der Wechsel in die kirchliche Verwaltung, zunächst ins Kirchengemeindeamt nach Bayreuth, gefolgt von 10 Jahren Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesamtkirchengemeinde Kulmbach. 2010 Übernahme der stellvertretenden Leitung des  Kirchengemeindeamtes Nürnberg mit anschließender Übertragung der Geschäftsführung der Gesamtkirchengemeinde im Sommer 2015.

Diakon Jochen Reger: „Neben der Diakonenausbildung hat mich die Friedensarbeit mit Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste nachhaltig geprägt und begleitet mich bis heute. Mir ist wichtig, Grenzen der Verständigung zu überwinden und zu einem friedlichen Miteinander beizutragen. Menschen, die ihre Heimat verloren haben, brauchen Unterstützung, um eine neue Heimat zu finden. Als Geschäftsführer helfe ich mit, möglichst gute Rahmenbedingungen für die in dieser Arbeit engagierten Mitarbeitenden zu schaffen.“


Tel.: 0911-2141131
E-Mail: reger@kirchengemeindeamt-n.de
Homepage: www.kirchengemeindeamt-nuernberg.de


Dirk Wessel

Dekan, Vorstandsvorsitzender der SinN-Stiftung

Dirk Wessel, Dekan der Evang.-Luth. Kirche in Nürnberg, nach dem Theologiestudium in Erlangen und den ersten Jahren als Pfarrer in Nürnberg, Studium der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Nürnberg und Hagen. Vorsitz und Gutachtertätigkeit in zahlreichen Gremien.

„Seelsorge heißt immer, im anderen den Bruder oder die Schwester in Christus zu sehen - miteinander auf einem Weg zu sein. Angesichts von 20.000 russischsprachigen Christen im Nürnberger Dekanat ist die Arbeit mit Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion eine wichtige Aufgabe der evangelisch-lutherischen Kirche.“


Tel.: 0911-239919-0
E-Mail: info@evangelische-sinnstiftung.de


Dr. Sabine Arnold

Projektleiterin „Aussiedlerseelsorge“ der SinN-Stiftung, Dekanatsbeauftragte

Dr. Sabine Arnold, Historikerin und Slavistin, Seelsorgerin (KSPG) Traumafachberaterin (zptn). 1990 bis 1994 arbeitete sie wissenschaftlich und journalistisch in Moskau. Nach einigen Jahren journalistischer Tätigkeit für ARTE und Deutschlandfunk leitet sie seit 2007 die Arbeit mit russischsprachigen Zuwanderern bei der SinN-Stiftung Nürnberg.

„Kriege und Terrorerfahrungen des 20. Jahrhunderts haben bei uns und unseren ehemaligen Feinden Narben hinterlassen. Die Aussiedlerseelsorge wendet sich dem Einzelnen zu und schlägt Brücken zwischen den Nationen. Sie ist Friedensarbeit – in der historischen Rückschau genauso wie mit dem Blick nach vorn.“

Sprechstunden nach vorheriger telefonischer Anmeldung.


Tel.: 0911-239919-30
E-Mail: arnold@evangelische-sinnstiftung.de


Kontakt

SinN-Stiftung Nürnberg
Georgstraße 10
90439 Nürnberg

Tel.: 0911 239919-0
info@evangelische-sinnstiftung.de


Spendenkonto

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Konto: 350 12 72
IBAN: DE 51 5206 0410 0003 5012 72
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BLZ: 520 604 10
BIC : GENODEF1EK1


Flyer der SinN-Stiftung

 Flyer Sinnstiftung
Download [PDF / 1,57 MB]

 

 

Unsere Förderer:

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Das ESW – Evangelisches Siedlungswerk 

 

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Gottesdienste in russischer und deutscher Sprache

in der Kirche St. Leonhard, Schwabacher Str. 54, 90439 Nürnberg

Wir freuen uns über Ihr Kommen!

12.12. 2021, 10:30 Uhr

09.01.2022, 10:30 Uhr

13.02.2022, 10:30 Uhr

13.03.2022, 10:30 Uhr

10.04.2022, 10:30 Uhr

08.05.2022, 10:30 Uhr

12.06.2022, 10:30 Uhr

10.07.2022, 10:30 Uhr

kein Gottesdienst im August

11.09.2022, 10:30 Uhr

09.10.2022, 10:30 Uhr

13.11.2022, 10:30 Uhr

11.12.2022, 10:30 Uhr