Beratung und seelsorgerliche Begleitung

Die SinN-Stiftung bietet Beratungen und seelsorgerliche Begleitung für russischsprachige Menschen an und unterstützt die Kommunikation mit Beratungsstellen und Ämtern.

Viele russischsprachige Menschen kamen mit traumatischen Belastungen nach Deutschland, weil sie oder ihre Familienangehörigen in der Sowjetunion Opfer von politischer Verfolgung und Mord geworden waren. Andere wurden in eine tiefe Lebenskrise gestürzt, nachdem sie die alte Heimat verlassen hatten und den Aufbruch in eine unbekannte Zukunft – in Deutschland - gewagt hatten. Die Integration in Deutschland ist oft erschwert durch Nichtanerkennung von beruflichen Qualifikationen, Arbeitslosigkeit, Bildungsungerechtigkeit und soziale Isolation. Diese Lebensbedingungen fordern sehr viel - manchmal auch zu viel - Kraft. Deshalb kommt es immer wieder zu sozialen und seelischen Notlagen, die Hilfestellungen notwendig machen.

Was einen Menschen im Innersten betrifft, kann er nur in seiner Muttersprache wirklich ausdrücken. Deshalb macht die SinN-Stiftung folgende Angebote in russischer Sprache:

  • Seelsorgerliche Beratung mehr
  • Hausbesuche durch die Stadtteilmütter für St. Leonhard mehr
  • Angebote der Deutsch-russischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychologie und Psychosoziale Versorgung



Ansprechpartner

Viktor Bretz

Maschinenbauer; Leiter der Selbsthilfegruppe für russischsprachige Alkoholsuchtkranke und Angehörige

1954 in Almata (Kasachstan) geboren, lernte Viktor Bretz zuerst den Beruf des Fräsesr, leistete dann seinen Armeedienst und arbeitete später als Maschinenbauer in der Schwerindustrie. Nach seiner Übersiedelung nach Deutschland im Jahr 1998 war er als Helfer in einer Kunststofffabrik beschäftigt. Seit 2009 leitet er bei den Dorkas-Gruppen eine Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke. Bei Dorkas nahm er an zahlreichen Fortbildungsseminaren (Coaching, SMART) teil. Seit 2012 arbeitet er in Kooperation mit der SinN-Stiftung. 

Viktor Bretz: "Nach der Entgiftung können wir einem Menschen zeigen, auf welchem Weg es weitergehen kann, wie er weiterleben und sich entwickeln kann. Das gelingt uns aber nur, wenn der ehemalige Alkoholiker auch selbst etwas für sich tun will."


Homepage: (www.dorkas-gruppen.de)


Irina Gerasimov

Betreuungsassistentin, Kinderpflegerin, Koordinatorin der "Stadtteilmütter für St. Leonhard"

Irina Gerasimov, geboren 1972 in Omsk (Russland). Nach einem Pädagogik- und Jura-Studium arbeitete sie 12 Jahre lang als Untersuchungsrichterin in Russland. Nach der Übersiedelung nach Deutschland
war es für die alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes schwierig, sich beruflich zu etablieren. 2012 ließ sie sich zur Betreuungsassistentin für Altenheime ausbilden, seit 2013 arbeitet sie als
Kinderpflegerin zunächst in einem Hort und dann in einem Kindergarten.

„Als ich nach Deutschland kam, war es für mich sehr schwer, aber es gab Menschen, die mir geholfen haben. Bei der SinN-Stiftung investiere ich Zeit und Kraft, damit sich andere Menschen so in diesem
Land integrieren können, wie ich es tat.“


Tel.: 0176-84708058
E-Mail: iren.boger@mail.ru


Dr. Sabine Arnold

Projektleiterin „Aussiedlerseelsorge“ der SinN-Stiftung, Dekanatsbeauftragte

Dr. Sabine Arnold, Historikerin und Slavistin. 1990 bis 1994 arbeitete sie wissenschaftlich und journalistisch in Moskau. Nach einigen Jahren journalistischer Tätigkeit für ARTE und Deutschlandfunk leitet sie seit 2007 die Arbeit mit russischsprachigen Zuwanderern bei der SinN-Stiftung Nürnberg.

„Kriege und Terrorerfahrungen des 20. Jahrhunderts haben bei uns und unseren ehemaligen Feinden Narben hinterlassen. Die Aussiedlerseelsorge wendet sich dem Einzelnen zu und schlägt Brücken zwischen den Nationen. Sie ist Friedensarbeit – in der historischen Rückschau genauso wie mit dem Blick nach vorn.“

Sprechstunden nach vorheriger telefonischer Anmeldung.


Tel.: 0911-239919-30
E-Mail: sinn-stiftung@st-leonhard-schweinau.de


Kontakt

SinN-Stiftung Nürnberg
Georgstraße 10
90439 Nürnberg

Tel.: 0911 239919-0
info@evangelische-sinnstiftung.de


Spendenkonto

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